Michael's Blog Things no-one will ever want to read

29Jul/113

Asus Eee Pad Transformer

Schon wieder ein Weilchen her, dass ich was geschrieben habe. Hier soll es um meine ersten Erfahrungen mit meinem neuesten Spielzeug, dem Asus Eee Pad Transformer, gehen - inklusive dem Laptop-Dock.

Ich hatte noch kein weiteres Honeycomb (Android 3.0, 3.1 oder auch bald 3.2) in der Hand, aber von dem was ich bisher so gesehen habe, gibt es wenig am eigentlichen Android-System, das Asus modifiziert hat. Es werden von Asus der eine oder andere extra Service angeboten, z.B. ein Onlinespeicher, jedoch haut mich davon nix vom Hocker. Der Onlinespeicher ist auf ein Jahr begrenzt, danach wirds kostenpflichtig. Da ich nicht denke, dass ich dafür bezahlen möchte, will ich mich auch erst gar nicht daran gewöhnen.

Es gibt auch Synchronisationssoftware für den PC. Da ich gerade unterwegs bin und es noch nicht testen konnte, werd ich mich dazu nicht weiter äußern.

Was das Transformer TF101 jedoch erst wirklich attraktiv macht (neben dem eher niedrigen Preis), ist das ansteckbare Tastaturdock, welches nicht nur wie beim Galaxy Tab 1 stationär ist, sondern das ganze Tablet effektiv in ein Laptopformat bringt, bzw. bei dem Formfaktor eher ein Netbook. Im Dock ist neben der offensichtlichen Tastatur ein weiterer Akku (wie auch im Tablet selber), zwei USB2.0-Ports und ein SD-Card-Reader enthalten.

Mehr möchte ich auf die eigentliche Hardware nicht eingehen, da man das schon seit Monaten auf zig Blogs und Newsseiten lesen konnte. Stattdessen möchte ich ein wenig auf den Umgang mit dem Gerät eingehen und ein paar Details ansprechen, die erst bei der Nutzung auffallen.

Die Akkus laden wirklich schnell. Nur wenige Stunden (ich schätze jetzt mal so drei bis vier) und das komplette Gerät ist voll geladen. Zweitens, die Akkus halten lange. Wir waren letztens geo-cachen und gerade mal die Tastatur ist leer geworden. Wir sind um 10 los und sind um 19 Uhr wieder zuhause gewesen. GPS war die ganze Zeit an und das Display bestimmt 50% der Zeit.

Die Tastatur ist sehr praktisch. Allein wenn man mal eben ne eMail schreiben will. Jedoch sind die Tasten ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Sie haben ein angenehmes Tippgeräuch, leider sind die Tasten jedoch ziemlich klein (im Vergleich zu meinem "richtigen" Laptop) und es ist ein Abstand zwischen den einzelnen Tasten. Erinnert mich ein wenig an Apple-Tastaturen. Das Hautpproblem liegt jedoch darin, dass man immer komplett auf die Tastenmitte drücken muss, damit sie auch wirklich ein Signal schickt. Nach ein wenig Eingewöhnung hat man ein ziemlich gutes Gefühl dafür, ob die Taste gedrückt wurde oder nicht.

Wenn man bedenkt, dass Android nicht auf eine traditionelle Tastatur ausgelegt ist, funktioniert das ganze ziemlich gut. Strg+C/X/V funktioniert. Das Touchpad lässt Laptop-typisch einen Mauszeiger steuern, welcher sehr flüssig und wie zu erwarten in allen Anwendungen eine gute Steuerung erlaubt.

Diesen Text schreibe ich gerade, wie ich im Zug zu und von Berlin sitze. Die Bahn sollte man übrigens verklagen. Übelst warm, viele Leute und keine Klimaanlage, oder zumindest keine von der man was merken würde. Das Tablet scheint die Wärme nicht zu stören. Das lag auch letztens im aufgeheizten Auto und hat nicht schlapp gemacht.

Was auch nicht auf den ersten Blick auffällt: die Tastatur hat kein Standardlayout, zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Die ganzen "normalen" Tasten sind da, wo man sie erwartet, da es sich hier jedoch nicht um einen PC, sondern um ein Android-Tablet handelt, sind einige Tasten anders. Anstelle von ESC gibt es eine "Zurück"-Taste und anstelle der Windowstaste gibt es einen Home-Button. Die linke Alt-Taste wurde mit einer Such-Taste ersetzt. Außerdem gibt es kein F1-F12, sondern direkt belegte Funktionstasten: WLAN, Bluetooth, Bildschirmhelligkeit, Medientasten und noch einiges. Unter anderem auch eine Lock-Taste um das Display auszuschalten.

Ich werde mal sehen, dass ich demnächst die USB-Anschlüsse ein wenig teste. Einen UMTS-Stick habe ich bereits einmal angesteckt gehabt, der hat jedoch nicht funktioniert. Hatte nur spezielle Windowstreiber dabei, die natürlich unter Android nutzlus sind. Android 3.2 sollte auch bald eintreffen. Asus ist da sehr hinterher. Mehr fällt mir vorerst nicht ein.

Comments (3) Trackbacks (0)
  1. Wieso sind die Tasten 1 und 6 so komisch unterlegt? Haben die irgend eine tolle Sonderfunktion?

  2. Eigentlich sollten über Android doch auch normale Linuxtreiber funktionieren. Auf Ubuntuusers ist viel über diese UMTS-Sticks erklärt.

    Ansonsten finde ich das Ding wegen der Tastatur sehr gut. Auch wenn mich so ein vollgebratzter Desktop wohl aufregen würde.

    Wieso waren die (1) und (6) nochmal hervorgehoben? Ich weiß, dass wir darüber schon geredet haben.

  3. Gute Frage, und wie beim letzten mal, kann ich dir keine Antwort darauf geben. Vielleicht einfach nur zur schnelleren Orientierung auf der Tastatur.

    Linuxtreiber sollten da natürlich schon funktionieren, sofern sie denn für ARM vorliegen, jedoch müssen auch die entsprechenden Einstellungen in der Androidoberfläche verfügbar sein.

    Es bringt ja nichts, wenn das System weiß, dass ein UMTS-Stick drin steckt, jedoch der Nutzer seine Zugangsdaten nicht eingeben kann. Zumal das ein ziemlich angepasster Kernel ist. Wer weiß, welche Treiber da so genau alles mit rein kommen.


Leave a comment

(required)


*

No trackbacks yet.